Aus-und Ableitungsverfahren nach Aschner


Historisches:

Aschner wurde 1883 in Wien geboren und studierte dort Medizin. Er arbeitete in der Chirururgie und habilitierte sich für Gynäkjologie und Geburtshilfe. Nach dem Krieg habilitierte er sich noch mal in Wien für Frauenheilkunde. 1938 wanderte er nach Amerika aus, leitete dort die Arthritis Polikliniken in New York und versorgte eine große Privatpraxis.

Er stellte fest, dass trotz neuer Erkenntnisse, moderner Forschung und besserer Diagnostik es oft an einer erfolgreichen Therapie mangelte. Aschner studierte die alten Ärzte, vor allem Paracelsus, und erkannte, dass diese mit der Anwendung von Allgemeinbehandlungen oft bessere Erfolge hatten, als die Ärzte seiner Zeit. In der Zweiten Hälfte des 19. Jh. setzte sich immer mehr die von Virchow postulierte Zellularpathologie ( die Ursache der Krankheit liegt in der Zelle) durch und ersetzte die zuvor herrschende Sicht der  Humoralpathologie ( die Ursache der Krankheit liegt in der fehlerhaften Zusammensetzung der "Säfte").

Aschner führte die alten Allgemeinbehandlungsmethoden bei sich wieder ein und hatte damit gute Erfolge.

 

Er gliedert die Therapien in folgende Gruppen:

  • Abführende Methode

Ein gut funktionierender Darm als Basis jeder Therapie

  • Brechverfahren

Ein heute eher schwer zu vermittelndes Reinigungsverfahren.

  • Blutentziehung

Hierzu gehören Aderlass, blutiges und unblutiges Schröpfen und Blutegel

  • Schwitzen

Hier wird der Körper in seinem Bestreben unterstützt, Toxine über die Haut auszuscheiden.

  • Hautausleitung

Dazu gehört das Baunscheidtverfahren. Es wird künstlich eine Rötung erzeugt

  • Diuretische Methode

Die Harnausscheidung wird verstärkt

  • Emmenagoge Verfahren

Bei schwacher oder ausbleibender Menstruation, wenn sicher keine Schwangerschaft vorliegt